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Wir sind Demenz Beratungs-Apotheken

Sie sind demenziell erkrankt oder ein/e Angehörige/r? Dann wünschen Sie sich sicherlich, unterstützende Angebote in unmittelbarer Nähe ihres Wohnorts zu finden, die einfach zugänglich sind. Wir als pflegerat® Demenz Beratungs-Apotheken stehen Ihnen dabei als Drehscheibe für unterstützende Beratung bereit und übernehmen eine Lotsenfunktion in der Vernetzung mit lokalen Akteuren.
Dabei ist es uns besonders wichtig, verstärkt auf Ihre Bedürfnisse eingehen zu können. Unser Personal ist deshalb besonders im Umgang mit Demenz-Patienten geschult und verfügt über Fachwissen zu den Ausprägungen von Demenz und geriatrischer Pharmazie.

Wie erkennt man eine Demenz?

Anders als oftmals angenommen, äußert sich Demenz nicht ausschließlich durch Vergesslichkeit. Die Krankheit umfasst vielmehr das Nachlassen verschiedener geistiger, emotionaler und auch sozialer Fähigkeiten.

Neben dem Gedächtnis ist davon häufig auch die Aufmerksamkeit von Demenz-Patient*innen betroffen. Ebenso unter der Krankheit leiden kann die allgemeine Auffassungsgabe, das Denkvermögen sowie die Fähigkeit, sich sprachlich verständlich auszudrücken und andere zu verstehen.

Diagnostiziert wird eine Demenz nach einer umfassenden Untersuchung des körperlichen und geistigen Zustandes mittels Psychologischer Tests zur Überprüfung des geistigen Leistungsvermögens, Laborbestimmungen und bildgebenden Verfahren (z.B. CT, MRT) zum Ausschluss anderer Erkrankungen sowie der Anamnese (Gespräch der Ärzte mit Betroffenen und Angehörigen). Suchen Sie dafür unbedingt auch ärztlichen Rat.

 

Was sind typische Symptome einer Demenz?

Eine Demenz folgt keinen starren Mustern. Die Symptome können sehr unterschiedliche Kombinationen aus verschiedenen Symptomen aufweisen und auch die Ausprägung der einzelnen Symptome ist individuell verschieden und kann von leichten Veränderungen bis zum vollständigen Verlust der betroffenen Fähigkeit reichen.

 

Betroffene tun sich häufig schwer damit, …

  • … sich neue Informationen einzuprägen
  • … sich auf eine Situation, einen Gedanken oder ein Objekt zu fokussieren
  • … sich verständlich auszudrücken und/oder andere zu verstehen
  • … Zusammenhänge zu erkennen
  • … sich räumlich und/oder zeitlich zu orientieren
  • … Abläufe zu planen und sich zu organisieren

Hinzu gesellen sich oftmals Symptome wie Angst, Depression, Antriebslosigkeit oder Unruhe, die je nach individuellem Muster der Demenz sogar im Vordergrund stehen können.

 

Warum ist es wichtig, eine Demenz zu erkennen?

Eine Demenz-Erkrankung kann veränderte Verhaltensweisen oder eine verminderte geistige Leistungsfähigkeit erklären. Die Diagnose kann Betroffene und Angehörige somit entlasten.

Zudem ist eine Demenz-Diagnose die Voraussetzung um Maßnahmen zu ergreifen, die eine Verbesserung der Situation für die Betroffenen bewirken können. Dazu gehört die Aufstellung eines Behandlungsplans ebenso wie Information und Zugang zu Hilfsangeboten.

 

Was ist wichtig im Umgang mit einer Demenz?

Es ist wichtig, dass das Umfeld von demenziell Erkrankten sich Zeit für die Betroffenen nimmt und ihnen zuhört. Achten Sie darauf, was Betroffene Ihnen mitteilen und nehmen Sie das Gesagte ernst – auch im Falle einer Demenz teilen die Betroffenen Ihre Wünsche und Bedürfnisse mit, auch wenn nicht immer sofort deutlich wird, was sie meinen. Damit die Patienten individuell die notwendige Hilfe erhalten können, ist es wichtig, dass Veränderungen vom persönlichen Umfeld erkannt und mit den Ärzten besprochen werden.

 

Was ist beim Gespräch mit Menschen mit Demenz wichtig?

Sie können Menschen mit Demenz die Kommunikation erleichtern, indem Sie diese Tipps befolgen:

  1. Suchen Sie Blickkontakt und sprechen Sie die Person, wenn möglich, mit Namen an. So erleichtern Sie Ihrem Gegenüber sich angesprochen zu fühlen.
  2. Sprechen Sie deutlich, Das bedeutet sprechen Sie langsam und achten Sie auf eine klare Aussprache. Vermeiden Sie zweideutige Formulierungen und Ironie. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Gesprächspartner Sie nicht versteht, wiederholen Sie das gesagt. Verwenden Sie dabei immer die gleiche Formulierung. Sie können unterstützend auch mit Mimik und Gestik arbeiten. Sofern Ihr Gesprächspartner/Ihre Gesprächspartnerin nicht schlecht hört brauchen Sie aber nicht besonders laut zu sprechen.
  3. Formulieren Sie Ihre Sätze möglichst einfach. Für Demenzkranke ist es wichtig, dass Ihre Sätze nicht zu viele Informationen auf einmal enthalte. Bilden Sie also kurze. Leicht verständliche Sätze. In Verbindung mit Tipp Nr. 2 helfen Sie so dabei, dass Demenzkranke Ihnen gedanklich besser folgen können.
  4. Stellen Sie einfache Fragen. Fragen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden können sind gut geeignet, offene Fragen eher nicht. Wenn Sie mehrere Antwortmöglichkeiten geben möchten, fragen Sie zum Beispiel: „Möchten Sie Kaffee oder Tee?“
  5. Zeigen Sie Verständnis und diskutieren Sie nicht. Nehmen Sie mögliche Anschuldigungen nicht persönlich. Diese sind häufig ein Ausdruck von Hilflosigkeit und nicht gegen Sie persönlich gerichtet. Versuchen Sie stattdessen nach einigen Momenten das Thema zu wechseln.

 

Kann man Demenz behandeln?

Eine wirksame Therapie oder Medikation, die eine demenzielle Erkrankung heilen können, gibt es leider nicht. Mit einer sinnvoll abgestimmten Medikation lässt sich der Verlauf der Krankheit allerdings verlangsamen und die geistige Leistungsfähigkeit kann temporär stabilisiert werden. Die Medikation kann Patient*innen mit einer Alzheimer-Demenz von ihren behandelnden Ärzt*innen verschrieben werden. Stimmen Sie die Medikation unbedingt auch mit Ihrer Apotheke vor Ort ab.

Demenz-bedingte Verschlechterungen der psychischen und neurologischen Gesundheit können ebenfalls mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden, die oftmals jedoch starke Nebenwirkungen oder einer Verschlechterung der geistigen Leistungsfähigkeit mit sich bringen und daher nur in Verbindung mit einer engen ärztlichen Begleitung der Medikation eingenommen werden sollten. Auch hier sollte die Apotheke unbedingt miteinbezogen werden.

 

Wo finde ich Hilfe?

Demenziellen Erkrankungen gehören zum Fachgebiet der Neurologen (Fachärzte), welche die Demenz auch diagnostizieren. Ist die Demenz festgestellt gibt es unterschiedliche Hilfsangebote – von Selbsthilfegruppen und Kursen für Angehörige über Psycho- und Logotherapie bis hin zu verschiedenen Pflegeangeboten.
Wir, die pflegerat® Demenz-Beratungs-Apotheken sind dabei Ihre Anlaufstelle vor Ort und können mit unserem lokalen Partner-Netzwerk helfen und für Sie geeignete Hilfsangebote identifizieren.

 

Was kann man tun um einer Demenz vorzubeugen?

Dass man jemals an Demenz erkrankt, lässt sich leider nicht durch bestimmte, gezielte Maßnahmen ausschließen. Allerdings ist es sehr wohl möglich, das Risiko zu verringern, indem man auf bestimmte Risikofaktoren Acht gibt. Insbesondere Durchblutungsstörungen des Gehirns lässt sich durch ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung entgegenwirken. Weitere Risikofaktoren können behandelt, beziehungsweise durch Verhaltensänderungen korrigiert werden.

 

Welche Faktoren erhöhen das Risiko an Demenz zu erkranken?

  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Herzrhythmusstörungen
  • Durchblutungsstörungen des Gehirns
  • Fettstoffwechselstörungen (Cholesterin, Triglyceride)
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Vitamin- und/oder Hormonmangel
  • Schädelhirnverletzungen
  • Alzheimer-Erkrankung
  • Depressionen

 

Wie lässt sich das Risiko einer Demenz-Erkrankung reduzieren?

Menschen, die auf sich achten, sich gesund ernähren, körperlich aktiv sind und auch ein reges Sozialleben pflegen sowie sich geistig regelmäßig fordern, erkranken seltener an Demenz. Ebenfalls kann versucht werden, die oben genannten Risikofaktoren zu vermeiden.

 

Sinnvolle Maßnahmen sind:

  • Sich gesund ernähren
  • Einen aktiven Lebensstil (körperlich, geistig und sozial) pflegen
  • Schädelhirnverletzungen vermeiden
  • Vitamin- und/oder Hormonmängel beheben
  • Gefäßerkrankungen vorbeugen und bestehende Erkrankungen behandeln
  • Depressionen behandeln

In einigen, wenigen Fällen kann eine erblich bedingte, genetische Veranlagung für eine Demenz vorliegen. Die meisten Ausprägungen von Demenz sind jedoch nicht vererbbar.

Mit unserem lokalen Netzwerk helfen wir dementiell erkrankten und ihren Angehörigen

Kontaktieren Sie uns um einen Termin für ein persönliches Beratungs-
gespräch zu vereinbaren.

Gemeinsam besprechen wir, welche unterstützenden Angebote in der Nähe existieren, die am besten für Sie geeignet sind.